Vom Creator zum Gründer

Mit gerade einmal 18 Jahren hat der Stuttgarter Content Creator Adam Vagovic den Schritt ins Unternehmertum gewagt und die Vagovic UG gegründet. Was mit YouTube-Videos im Kindesalter begann, entwickelt sich nun zu einem Unternehmen für digitale Produkte, Games und Medienprojekte. Im Interview spricht er über sein erstes Mobile Game Candy FUSE, den Weg von der Content Creation zur Produktentwicklung, die Bedeutung der Stuttgarter Startup- und Creator-Szene und warum der Notartermin kurz nach seinem 18. Geburtstag für ihn ein ganz besonderer Meilenstein war.

Was macht dein Startup in einem Satz?

Vagovic entwickelt in Stuttgart digitale Produkte, Spiele und Medienprojekte – aus der Erfahrung als Creator heraus und mit dem Anspruch, eigene Ideen nicht nur zu zeigen, sondern tatsächlich umzusetzen.

Was unterscheidet dich von bestehenden Lösungen?

Ich komme ursprünglich nicht aus einer klassischen Gründungs- oder Entwicklerlaufbahn, sondern von YouTube. Dadurch denke ich bei Produkten immer auch an die Menschen, die sie später nutzen: Was weckt Neugier? Was macht Spaß? Worüber tauscht man sich aus? Bei Candy FUSE, meinem Mobile Game in Entwicklung, treffen eine bunte Spielwelt, Sammeln, Gestalten und ein Fusionssystem auf Ideen für gemeinschaftliche Spielerlebnisse. Gleichzeitig möchte ich Produktentwicklung und Community enger verbinden – zum Beispiel mit einem realen Event in Stuttgart und einem geplanten Live-Moment im Spiel.

Wie kam es zur Gründungsidee?

Ich habe mit neun Jahren angefangen, Videos für YouTube zu machen. Damals ging es darum, etwas Eigenes zu erschaffen und zu schauen, ob es anderen gefällt. Über die Jahre habe ich nicht nur gelernt, Inhalte zu produzieren, sondern auch Projekte zu organisieren, Abläufe zu automatisieren und mich mit Software zu beschäftigen. Irgendwann wollte ich nicht mehr nur auf Plattformen anderer aufbauen, sondern eigene Produkte und Marken entwickeln. Die UG ist für mich der Schritt, diese unterschiedlichen Ideen unter einem unternehmerischen Dach langfristig weiterzuentwickeln.

Was war dein „Aha-Moment“?

Ein wichtiger Moment war, als ich gemerkt habe, dass sich meine Erfahrungen aus der Creator-Welt mit Technologie und der lokalen Gründerszene verbinden lassen. Der Austausch im Umfeld von CREATORS auf der Stuttgarter Sternhöhe und meine Rolle als Juror beim Cursor Social Media Hackathon im Juli 2026 haben mir gezeigt, wie viele Menschen hier selbst Dinge entwickeln und ausprobieren. Da wurde mein Wunsch konkreter, nicht nur über Ideen zu sprechen, sondern ein eigenes Unternehmen aufzubauen.

Wer steckt hinter dem Team?

Ich habe die Vagovic UG allein gegründet und bin ihr Geschäftsführer. Noch stehe ich ganz am Anfang. Vieles entsteht aus eigener Arbeit und aus dem Austausch mit Menschen, die ich über digitale Projekte und die Stuttgarter Community kennengelernt habe. Für die geplante Launch Night arbeite ich mit CREATORS zusammen. Mir ist wichtig, von Anfang an ein tragfähiges Netzwerk aufzubauen, ohne eine Unternehmensgröße vorzutäuschen, die wir derzeit noch nicht haben.

Wo stehst du aktuell?

Am 7. Oktober 2026 habe ich die Gesellschaft notariell gegründet; die Eintragung ins Handelsregister steht derzeit noch aus. Mein aktueller Produktschwerpunkt ist Candy FUSE. Das Mobile Game wird gerade entwickelt und für eine mögliche Veröffentlichung auf mobilen Plattformen vorbereitet – es ist noch kein abgeschlossener Marktlaunch. Parallel entwickle ich weitere Vorhaben, etwa HOSTRO im Bereich Gästeserviceprodukte und Mindblick als Projektidee rund um die mentale Gesundheit junger Menschen. Diese Projekte befinden sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien.

©Vagovic
Beim von Vagovic entwickelten Mobile Game Candy FUSE treffen eine bunte Spielwelt, Sammeln, Gestalten und ein Fusionssystem auf Ideen für gemeinschaftliche Spielerlebnisse.

Was war der bisher größter Meilenstein?

Das war für mich ganz klar der Notartermin am 7. Oktober 2026 – zwei Tage nach meinem 18. Geburtstag. Mit neun Jahren war mein erstes YouTube-Video einfach ein Experiment. Neun Jahre später saß ich beim Notar, um aus eigenen Projekten eine richtige Firma zu machen. Das ist noch kein Beweis für wirtschaftlichen Erfolg, aber ein wichtiger und sehr konkreter Schritt auf dem Weg dorthin.

Welche Rolle spielt die Region Stuttgart für dich?

Stuttgart ist meine Heimat und der Ort, an dem ich mein Unternehmen aufbaue. Für mich ist spannend, dass es hier neben der bekannten Industrie auch eine aktive Tech-, Startup- und Creator-Szene gibt. Besonders der Austausch mit CREATORS auf der Sternhöhe hat mir neue Perspektiven eröffnet. Bei unserer für den 21. November geplanten Launch Night wollen wir Menschen aus der Creator-Community und dem Gründungsumfeld zusammenbringen. Ich finde es wichtig zu zeigen, dass auch junge Menschen in Stuttgart Ideen nicht nur konsumieren, sondern selbst Produkte entwickeln können.

Was sind deine nächsten konkreten Schritte?

Kurzfristig konzentriere ich mich auf die Weiterentwicklung, die Tests und die Veröffentlichungsvorbereitung von Candy FUSE. Bei der am 21. November 2026 geplanten „Creators x Vagovic Launch Night“ in Stuttgart möchten wir die Unternehmensgründung feiern, Menschen aus unterschiedlichen Communities vernetzen und Einblicke in die entstehenden Projekte geben. Für 19:30 Uhr ist außerdem ein Candy-FUSE-Livestream mit einer virtuellen Raketenaktion vorgesehen; der konkrete Ablauf hängt vom Entwicklungsstand des Spiels ab. Danach geht es darum, aus ersten Veröffentlichungen und Rückmeldungen zu lernen und die weiteren Geschäftsfelder Schritt für Schritt aufzubauen.

Und zum Schluss:

Dein Startup in drei Hashtags?

#CreatorToFounder #CandyFUSE #MadeInStuttgart

Kaffee oder Club-Mate?

Club-Mate – besonders, wenn aus „Ich mache nur noch eine Kleinigkeit“ plötzlich ein langer Abend voller neuer Ideen wird.

Was darf auf deinem Schreibtisch nie fehlen?

Mein Laptop. Der ist für mich Schnittplatz, Entwicklungsumgebung und manchmal ein halbes Büro in einem.

Mehr Informationen unter www.vagovic.de