„Bei uns ist gerade viel in Bewegung“, sagt Dr. Andreas Koch von der Fibryx GmbH. Die Vorserien-Entwicklung eines Aufstelldachs für einen Caravan-Hersteller sei fast abgeschlossen: „Wir hoffen, dass wir im vierten Quartal mit der Serienfertigung beginnen können.“ Gemeinsam mit Unternehmenskunden entwickelt das im Juli 2025 gegründete Unternehmen außerdem Leichtbauteile für Nutzfahrzeuge, Busse und Kräne. Als erste Vollzeitangestellte verstärkt seit Mai eine Ingenieurin das Team, weitere Einstellungen sind geplant.
Verbundwerkstoffe aus Naturfasern
Herkömmliche Leichtbauteile für den Fahrzeugbau bestehen aus glasfaserverstärkten Kunststoffen, die sich nicht oder nur mit hohem Aufwand recyceln lassen. Bei der Produktion entsteht viel Staub, der zu Reizungen der Haut und der Atemwege führen kann. Fibryx produziert Werkstoffe mit ähnlichen mechanischen Eigenschaften auf der Basis von Naturfasern, die Herstellung ist zudem weniger gesundheitsbelastend. Den innovativen Fertigungsprozess, bei dem bio-basierte Kunststoffe besonders schnell und energieeffizient in Flachsfasertextilien eingebracht werden, entwickelten Matthias Engelfried und Klaus Heudorfer am Institut für Flugzeugbau (IFB) der Universität Stuttgart. Koch stieß 2025 zu dem Gründungsprojekt, das damals noch den Arbeitstitel BEHtec trug. „Mich hat die Chance gereizt, ein Startup mitzugestalten und zum Erfolg zu führen“, sagt der Betriebswirt. „Was mir wichtig ist: Unsere Produkte leisten nicht nur einen Beitrag zum Umwelt- und zum Arbeitsschutz, sondern auch zur Stärkung der Industrie in Deutschland und Europa. Denn die Wertschöpfungskette ist vom Flachsanbau bis zum Endprodukt rein europäisch.“ …
Nachhaltige Werkstoffe, erste Industriekunden und der Sprung in die Serienfertigung vor Augen: Bei Fibryx geht es gerade ordentlich voran. Wie das Stuttgarter Startup diesen Weg gegangen ist und was als Nächstes kommt, erfahrt ihr im vollständigen Artikel bei den „Start-up Stories“ der Universität Stuttgart:






