Startup-Porträt: Luggage Pool

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19. Januar 2021

Wir haben uns mit Anastasiia von Luggage Pool über die Zukunft der Transportdienste unterhalten. Luggage Pool ist das Uber für Autos und Lieferwagen.

Was genau macht Luggage Pool? 

Luggage Pool ist eine Onlineplattform, auf der sich jeder registrieren kann, der ein Auto oder einen Lieferwagen besitzt. Damit kann man dann anderen Menschen helfen umzuziehen, Möbel aus einem Möbelhaus, oder einfach nur sperrige Gegenstände zu transportieren. Wenn Sie auf einer Reise oder Fahrt zusätzlichen Platz haben, können Sie diesen direkt zu Geld machen: Indem Sie beispielsweise Pakete mit auf den Weg nehmen. Einfach gesagt ist Luggage Pool das Uber für Autos und Lieferwagen.

Wann und wie wurde die Idee für Luggage Pool geboren?

Als Expat in Deutschland hatte ich immer Schwierigkeiten umzuziehen oder Möbel aus einem Möbelhaus zu kaufen. Die Lieferzeiten für Möbel liegen bei ungefähr 14 Tagen und kosten zwischen 50 und 150€. Eine ganz andere Geschichte ist es, wenn Sie dann noch Hilfe beim Aufbau der Möbel brauchen. Die traditionellen Logistikunternehmen kosten ein Vermögen und nur um ein Angebot zu erhalten muss man individuell für jeden Anbieter Formulare im Internet ausfüllen. Ich suchte dann nach einer alternativen Lösung, konnte aber keine passende finden. Ich entdeckte, dass ich nicht die einzige bin und viele Menschen, vor allem Expats, dieses Problem haben. Schließlich beschloss ich, das Problem selbst zu lösen.

Hattet ihr am Anfang Angst etwas falsch zu machen?

Unsere Hauptangst war, dass Benutzer unser Konzept nicht akzeptieren, da es eine völlig neue Idee auf dem Markt ist, die auf gegenseitigem Vertrauen beruht. Zum Glück ist dies nicht passiert. Die Nachfrage auf dem Markt nach einer alternativen Versandlösung ist groß Dank des Feedbacks der Benutzer passen wir unser Produkt ständig an und verbessern es, sodass es große Resonanz findet.

Eine weitere Herausforderung war, dass die Pandemie die Reisebranche hart traf. Wir sahen dies als Möglichkeit unserer Plattform ein neues Design zu verpassen. Außerdem konnten wir unser Geschäftsmodell dahingehend anpassen, dass wir lokale Fahrer und Logistikunternehmen aufgenommen haben.

Wie habt ihr euch im Team gefunden?

Unser Produkt ist international, ebenso wie unser Team. Wir sind fünf festangestellte Teammitglieder und haben zudem Freiberufler aus mehr als fünf Ländern mit an Bord. Wir arbeiten erfolgreich remote zusammen. Anfangs war es schwierig ein perfektes Team zusammenzustellen, aber jetzt haben wir Leute mit kreativen Ideen. Die Vielfalt und Offenheit unseres Teams bringen einen motivierenden und innovativen Ansatz in unser Geschäft ein.

Habt ihr schon einmal über die Zusammenarbeit mit externen Investoren nachgedacht? Wenn ja: Zu welchem Zeitpunkt? Was hat sich daraus ergeben?

Bis heute haben wir unser Unternehmen von der Idee bis zur Umsetzung komplett selbst finanziert. Aber es wird sicherlich eine Zeit geben, in der wir unser Geschäft für Investoren öffnen. Derzeit ist das Hauptziel für uns, unser Produkt nach den Wünschen der Nutzer aufzuwerten. Danach streben wir eine Erweiterung an, wo es entscheidend sein wird, die Hilfe von Investoren zu bekommen.

Was war euer größter Fehler? Was würdet ihr rückwirkend anders machen?

Der Hauptfehler – an den ich denken kann – ist, dass wir angefangen haben, das zu tun, was uns beigebracht wurde: zu planen, zu analysieren und zu überprüfen. Und erst danach zu implementieren. Wir waren langsam und haben am Anfang viel Zeit verloren bis wir eine der wichtigsten unternehmerischen Lektionen gelernt haben:

Jede unternehmerische Tätigkeit wird von einem großen Traum in Verbindung mit Taten angetrieben. Verschwendet keine Zeit mit endlosen Gesprächen und Planungen, sondern entwickelt schnell eine Strategie und setzt eure Ideen auf dem Markt um. Erst dann bekommt ihr erste Rückmeldungen zu eurem Produkt und könnt Änderungen vornehmen, um es dann erneut an eurer Zielgruppe zu testen. Auf diese Art passt ihr Ihr Produkt an die Wünsche der Kunden an.

Wie stellt ihr euch die Zukunft von Luggage Pool vor?

Zu unseren zukünftigen Zielen gehört die Neugestaltung der Webseite als verbesserte Produktversion – perfekt auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt. Außerdem eine Marktpräsenz in Westeuropa, neue Partnerschaften im Logistiksektor und die Zusammenarbeit mit Investoren.

In den nächsten fünf Jahren wollen wir die ersten sein, die einem potentiellen Nutzer in den Sinn kommen, wenn er nach einem Lieferdienst sucht. Wir starten in Deutschland, wollen uns aber auch in ganz Europa und Amerika etablieren.

Weitere Informationen zu Luggage Pool findet ihr hier.