Startup-Interview: Paxet

10. Juli 2019
Wer seid ihr?

Wir sind PAXET – Die Paketzustellung von morgen. Unser Ziel ist es, die Probleme der Paketzustellung für Endkunden und Paketdienste bzw. Boten zu eliminieren, indem wir  Haushalte und Personen als private Paketstationen in den Zustellungsprozess auf der letzten Meile integrieren. Private Paketstationen (bei PAXET  „Pakethubs“ genannt) können bei Anwesenheit Pakete für ihre Nachbarschaft und Umgebung gesammelt annehmen und stellen somit eine sichere Zustellmöglichkeit für die Paketboten bereit, wodurch sie Zeit und Kosten sparen können. Die Endkunden können ihre Pakete anschließend entweder bei  dem Pakethub abholen oder der Pakethub wird auf der letzten Meile selber aktiv und trägt die Pakete zu den Endkunden aus. Die Pakete der Endkunden gelangen somit trotz Abwesenheit in ihre Nähe wodurch Wartezeiten und der Weg zur Paketfiliale eliminiert werden können.

 

Wie kamt ihr auf die Idee zu gründen?

Die Idee ein eigenes Unternehmen aufzubauen und ein allgegenwärtiges Problem zu lösen hat uns schon länger inspiriert. Uns war es jedoch besonders wichtig ein Thema zu finden, das eine breite Masse betrifft und in dem es dringenden Handlungsbedarf gibt. Eben eine gute Möglichkeit, mit einem Startup ein großes Problem anzugehen und Lösungen zu entwickeln. Nachdem wir persönlich negative Erfahrungen mit der Paketzustellung gemacht haben und uns schnell klar wurde, dass die gesamte Paketbranche in der Zukunft vor einer großen Herausforderung steht und dringend Lösungen gesucht werden müssen, waren wir uns schnell einig: Das ist unsere Chance – wir gründen PAXET!

 

Was würdet ihr als euer Alleinstellungsmerkmal bezeichnen – was macht eure Idee einzigartig und neu?

Ähnlich wie bei den beiden Erfolgsbeispielen Airbnb und Uber möchten wir private Haushalte und Personen in unsere Prozesse integrieren. Bei uns kann jeder ganz einfach Pakethub und Teil von PAXET werden, wodurch wir ein riesen Wachstumspotenzial haben und ein breites und dichtes Netzwerk aufbauen können. Wir haben somit keine eigenen Paketboten oder Lagerhallen sondern eine riesen PAXET Community, die die Paketzustellung von morgen mit uns gestaltet und vereinfacht.

 

Wer oder was hat euch bei dem Gründungsprozess geholfen?

Eine große Hilfe für uns war das Gründermotorprogramm von der Pioniergeist GmbH. In einem ca. 4 monatigen Programm haben uns erfahrene Mentoren und Gründer mit Start-Up-Erfahrung beim Aufbau von PAXET unterstützt. Da wir mit dem Thema Startup und Gründung vor PAXET noch nie richtig in Berührung gekommen sind, waren die Erfahrungen und Ratschläge sehr hilfreich für uns. Ich würde allen Studierenden die Lust haben und motiviert sind zu gründen empfehlen, sich mit Pioniergeist in Kontakt zu setzen und ggf. für das Gründermotorprogramm zu bewerben.

 

Wie empfindet ihr die Stuttgarter Gründer-Community? Wo finden (potentielle) Gründer einfachsten Anschluss bzw. welche Events sollten sie besuchen?

Zu empfehlen ist auch der jährlich stattfindende Start-up BW Summit, bei dem sich die Gründerszene Stuttgarts zusammenfindet und man schnell Kontakte in die Szene knüpfen kann. Wir sind mit PAXET zum Beispiel auch durch diese Messe in Kontakt mit Pioniergeist gekommen und wurden anschließend in das Programm aufgenommen. Zusammenfassend sollte man einfach auf viele Start-up Events gehen, da diese die besten Möglichkeiten bieten,  neue Leute kennenzulernen.

 

Was war euer größtes Erfolgserlebnis bisher?

Unser sehr erfolgreicher Prototyp bei dem wir gezeigt haben, dass unser Konzept einen Mehrwert für alle Beteiligten liefert. Außerdem haben wir bei einer Startup-BW Veranstaltung den ersten Platz belegt.

 

Was war der größte Fehler den ihr bei eurer Gründung gemacht habt? Was würdet ihr rückwirkend anders machen?

Rückwirkend würde ich früher damit beginnen den Prototypen zu starten, um die Idee und das Konzept zu validieren. Alles was man sich im Büro überlegt kann innerhalb kürzester Zeit verworfen werden, wenn das Konzept in der Realität mit den Kunden getestet wird. Unser heutiges Konzept sieht zum Beispiel ganz anders aus, als wir es uns am Anfang vorgestellt hatten. Die meisten Learnings haben wir generiert, indem wir einfach auf die Straße gegangen sind, um mit potenziellen Kunden zu sprechen und den Prototypen zu starten. Deshalb würden wir jedem Team in der Anfangsphase empfehlen nicht lange zu zögern und die Idee einfach zu testen, denn am Ende zählt die gemeinsame Umsetzung mit den Kunden.

 

Wie habt ihr euer Team zusammengestellt?

Unser Team besteht aktuell aus drei Personen, die sich mit ihren Fähigkeiten und Kompetenzen sehr gut ergänzen. Unser CTO Marcel kümmert sich um die Entwicklung der App und Gestaltung der Homepage während unser COO Oli sich um die Organisation und Leitung des Prototyps sowie die Kundenpflege kümmert. Unser CEO Thomas kümmert sich vorrangig um den Vertrieb, die Strategieentwicklung und finanzielle Planung von PAXET. Wir sind im täglichen Austausch miteinander und unterstützen uns selbstverständlich gegenseitig. Damit sind wir aktuell bestens aufgestellt und werden in nächster Zeit auch weiteren Zuwachs erhalten.

 

Was sind eure Zukunftspläne? Wo seht ihr euer Projekt in 5 Jahren?

Wir werden unser PAXET-Netzwerk stark vergrößern und mit den Lieferdiensten verstärkt in Kontakt treten, denen wir einen großen Mehrwert in ihrem Kerngeschäft bieten können. In 5 Jahren möchten wir zu einem unvermeidbaren Bestandteil auf der letzten Meile im Paketgeschäft werden und sowohl den Endkunden als auch den Paketdiensten und Boten die Paketzustellung bzw. Annahme vereinfachen. Angesichts der bereits aktuell bestehenden Probleme und der stark steigenden Sendungsmengen in den nächsten Jahren werden zukunftsfähige und innovative Lösungen dringend benötigt.

 

Hier geht es zur Website und dem Instagram Account von PAXET.