Startup-Interview: Duschbrocken

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27. Februar 2020

Startup Region Stuttgart hat sich mit Christoph und Johannes unterhalten. Sie sind die Gründer von Duschbrocken –  ein Startup, das eine lecker duftende und nachhaltige Kombination aus Duschgel & Shampoo in Seifenform entworfen hat. Nach einer Besichtigung ihres Stuttgarter Büros haben wir uns über ihre Gründung und die Story des Duschbrockens unterhalten.

Wer seid ihr?

Wir sind Johannes und Christoph. Aber die wichtigsten „Personen“ in unserem Unternehmen sind natürlich unsere Duschbrocken – das sind Frida, Maxi und Carlos. Das heißt festes Shampoo und Duschgel in einem. Sie sind super geschickt, da man sich die Plastikverpackung spart, sie können nicht auslaufen, halten drei Monate und man braucht viele Dinge nicht, die andere Produkte brauchen, z.B. Konservierungsstoffe.

Dahinter stecken natürlich ganz viele Leute, aber wir beide haben Duschbrocken 2018 gegründet. Nach sechs monatiger Vorbereitung haben wir mit einer Crowdfunding-Kampagne im Juli gestartet. Ja, und seitdem machen wir nichts anderes.

Christoph hat in Nürnberg eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen gemacht und anschließend ein wirtschaftliches Studium angehängt. Johannes studierte internationales Management in Reutlingen.

Wie kamt ihr auf die Idee zu gründen?

Kennengelernt haben wir uns auf einer Weltreise. 2017 waren wir beide jeweils mit unserer Freundin ein Jahr auf Reisen. Nach unserem ersten Treffen in Myanmar haben wir uns ein dreiviertel Jahr später in Mexiko wieder getroffen. Wir haben uns super verstanden, waren eine Zeit lang zu viert unterwegs und haben uns natürlich über eine Menge Themen unterhalten – eben auch wie es nach der Reise so weitergeht. Wir hatten beide Bock, was Eigenes zu machen. Dabei stellten wir uns die Frage: Warum gibt es denn gerade für Reisende nichts, was 2 in 1 ist, also für Haare und Körper funktioniert? Praktisch wäre auch etwas, das keine Plastikverpackung verbraucht, ins Handgepäck passt und nicht auslaufen kann. So ist also die Idee entstanden.
Zurück in Deutschland haben wir uns dann zusammengesetzt. Gründen war auch erstmal gar nicht schwer für uns. Es war etwas unkomplizierter, da wir nach der Weltreise erstmal keine Wohnung, keine Fixkosten etc. hatten. Das wäre bestimmt anders gewesen, hätten wir beispielsweise schon einen Job gehabt.

Was würdet ihr als euer Alleinstellungsmerkmal bezeichnen?

Zu dem Zeitpunkt – und bis jetzt – finden wir noch keine Lösung für ein festes Waschstück, was sowohl für den Körper als auch für die Haare geeignet ist.

Wer oder was hat euch bei dem Gründungsprozess geholfen?

Allem voran unser Studium. Wir haben dort gewisse Basics gelernt, wie wirtschaftliches Arbeiten, und dass man nicht alles selber können muss. Man kann sich immer Hilfe holen. Außerdem hat es geholfen, viel darüber zu sprechen. Viele Leute können in unterschiedlichen Bereichen helfen. So konnten sie uns einiges erzählen und haben uns oft weitergebracht.

Am meisten hat aber bestimmt geholfen, zusammen zu gründen. Oftmals ist es so, wenn man alleine ist, hat man diese ganzen Aufgaben vor sich. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll, dann schiebt man es auf und bereut es später. Wenn du zu zweit bist, dann musst du dich einfach diesen Sachen stellen.

Vielleicht hat sogar der andere viel mehr Lust drauf? Man verpflichtet sich in einer gewissen Weise einer anderen Person gegenüber, das hat definitiv geholfen!

Was war euer größtes Erfolgserlebnis bisher?

Der erste Tag unserer Crowdfunding-Kampagne: Wir haben ein halbes Jahr entwickelt, bis wir davon überzeugt waren, dass das Produkt, das wir auf den Markt bringen wollen, cool ist. Nach einer Stunde hatten wir das Funding-Ziel erreicht! Somit war der erste Tag schon krass. Wir wussten anfangs nicht, wie es ankommt. Trotz des guten Feedbacks, hatten wir in den ersten sechs Monaten erstmal kein messbares Ergebnis. Aber das war dann doch eine positive Rückmeldung, dass die Leute genauso darüber denken wie wir.

Was war der größte Fehler, den ihr bei eurer Gründung gemacht habt? Was würdet ihr rückwirkend anders machen?

Tatsächlich nichts. Es gibt bestimmt Sachen, die man hätte besser machen können. Aber was ist schon besser? Wir sind sehr gewachsen an den Sachen, die wir anders gemacht haben. Wir haben dadurch Erfahrungen gemacht, die wir sonst nicht gemacht hätten.

Wie habt ihr euer Team zusammengestellt?

Wir sind noch ein kleines Team: Nuray und Nilüfer arbeiten seit Anfang Januar bei uns und unterstützen uns in der Versandstation. Justin ist bei uns Werkstudent und wir haben ab jetzt auch unsere erste feste Mitarbeiterin in Vollzeit!

Was sind eure Zukunftspläne?

Unser großes Ziel ist es mehr Menschen mit dem Duschbrocken zu erreichen und mehr heimische Bäder zu erobern. Wir sind zwar super happy, wie sich alles entwickelt, aber wir würden gerne mehr Menschen davon überzeugen, dass man Shampoo nicht in der Plastikflasche kaufen muss. Es ist genauso gut, lecker und schäumt, wenn man es in einer festen Duschbrocken-Form nutzt. Wir haben die Vision „Flüssig überflüssig“ zu machen!

Bild links: In der Versandstation mit Nilüfer und Nuray.

 

Mehr über das Startup Duschbrocken erfahrt ihr auf Facebook, Instagram & auf ihrer Website.